Mohr, Stefanie

Bombenstimmung

Hackenholts achter Fall - Nürnberg Krimi, KHK Frank Hackenholt 8
270 S. Seiten,Kartoniert
9783981676839
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+++Liveticker zum Nürnberger Bombenfund+++ 18.03 Uhr: Eine kurze Zusammenfassung für diejenigen Leser, die gerade erst neu hinzugekommen sind: Im Laufe des Nachmittags hat die Nürnberger Kriminalpolizei einen spektakulären Bombenfund mitten in Nürnberg gemacht. In der Laufamholzstraße auf Höhe Alfelder Weg wurde unmittelbar neben einem Wohnblock eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ausgegraben. 18.05 Uhr: Der Bombenfund soll im Zusammenhang mit den Mordermittlungen hinsichtlich des Bauunternehmers Dieter Traub stehen. Die Pressestelle der Polizei wollte dies bislang jedoch nicht kommentieren. 18.08 Uhr: Mitarbeiter des Sprengkommandos waren von Anfang an in die Suche nach der Bombe eingebunden. Die Fundstelle wurde umgehend abgesichert. 18.12 Uhr: Bei dem Blindgänger, der sich nur rund anderthalb Meter tief im Erdboden befinden soll, handelt es sich nach Angaben des Sprengmeisters um eine britische Fliegerbombe mit Langzeitzünder, der durch eine Glasampulle mit Aceton ausgelöst werden sollte. Eine Entschärfung ist deutlich schwieriger als bei einer rein mechanisch funktionierenden Bombe mit Aufschlagzünder. 18.19 Uhr: Sprengmeister Jörg Kugler hat uns das folgendermaßen erklärt: 'Ein rotierendes Windrad am Heck der Bombe schraubt nach dem Abwurf die Auslösespindel in das Zündergehäuse und zerstört dadurch eine Ampulle mit Aceton. Das Lösungsmittel wiederum zerfrisst nach und nach mehrere Zelluloidplättchen, die mithilfe sogenannter Haltekugeln den Schlagbolzen arretieren. Schließlich rutschen die Kugeln aus ihrer Position, der Schlagbolzen schnellt vor und zündet eine Übertragungsladung, die wiederum die große Sprengladung zur Explosion bringt. Damit niemand eine solche Bombe rechtzeitig entschärfen konnte, haben die Konstrukteure zusätzlich eine Ausbausperre eingebaut. Jeder Versuch, den Zünder einfach herauszuschrauben, führte zur sofortigen Detonation.' 18.25 Uhr: Die Fünfzentnerbombe mit Langzeitzünder, die im August 2012 in München-Schwabing kontrolliert gesprengt werden musste, da sie nicht entschärft werden konnte, war übrigens amerikanischen Ursprungs. Wir hoffen, Nürnberg bleibt ein solches Szenario erspart. 18.34 Uhr: Dass Bombenentschärfungen nicht immer glatt gehen, wurde den Nürnbergern 1951 drastisch vor Augen geführt, als drei Feuerwerker im Stadtpark bei der Arbeit an einem Fünfzentnerblindgänger den Tod fanden. 18.41 Uhr: Der Sprengmeister hat einen Evakuierungsbereich von bis zu 500 Metern festgelegt. Betroffen sind rund 8500 Einwohner in Laufamholz mit Rehhof, Hammer, Ober- und Unterbürg und Freiland, sowie Teile von Mögeldorf. 18.45 Uhr: Betreuungsstellen: Für Menschen, die nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen können, hat die Stadt Nürnberg eine Betreuungsstelle in der Thusneldastraße eingerichtet. Auch die Stadt Schwaig stellt eine Betreuungsstelle zur Verfügung und zwar in der Südschule, Oberer Röthelweg 3. Die VAG hat einen Bus-Shuttle im Einsatz. 18.48 Uhr: Straßensperren: Während der Evakuierung und Entschärfung kommt es zu folgenden Straßensperrungen: Die Staatsstraße 2241 durch Laufamholz ist ab sofort gesperrt. Verkehrsteilnehmer werden im Westen über die Fluß- bzw. Schmausenbuckstraße und über die A3 im Osten umgeleitet. Die B14 ist von der Sperrung nicht betroffen, ortskundige Autofahrer werden jedoch gebeten, das Gebiet großräumig zu umfahren. 18.53 Uhr: Nahverkehr: Busse und SBahnen verkehren noch bis circa 30 Minuten vor der Entschärfung. Allerdings darf im kompletten Evakuierungsbereich schon jetzt nur noch zugestiegen werden. Die VAG setzt entgegen ihres Feiertagsfahrplans Sonderbusse und züge ein. 18.59 Uhr: Die Stadt Nürnberg hält Sie übrigens auch auf ihrem offiziellen Twitterkanal auf dem Laufenden. Zum einfacheren Auffinden werden die Meldungen unter dem Hashtag #bombenstimmung veröffentlicht.

Um mehr Zeit mit seiner kleinen Tochter verbringen zu können und gleichzeitig seinen Resturlaub abzubummeln, arbeitet Kriminalhauptkommissar Frank Hackenholt nur noch drei Tage pro Woche. Während sich die Kollegen um das Tagesgeschäft kümmern, widmet er sich zusammen mit Martin Groß einem Altfall: Vor mehreren Jahren wurde bei einer Treibjagd in der Nähe von Neunhof ein Skelett mit eingeschlagenem Schädel gefunden. Allerdings förderten die damaligen Ermittlungen nicht einmal die Identität des Toten zutage. Erst als Hackenholt in der Rechtsmedizin eine Gesichtsrekonstruktion veranlasst und damit an die Öffentlichkeit geht, erhält er Hinweise, wer der Unbekannte gewesen sein könnte. Doch kaum folgen die Ermittler den Spuren, die ins Baugewerbe führen, geschieht nach all den Jahren ein weiterer Mord: Einem Unternehmer, der den Mann seinerzeit auf einer Großbaustelle bemerkt haben will, wird der Schädel auf ganz ähnliche Weise eingeschlagen.

Stefanie Mohr, Jahrgang 1972, liebt ihre Heimatstadt Nürnberg, in der sie (fast) jeden Winkel kennt. Sie gelangte über ein Jurastudium in Erlangen und die Arbeit in einer Kanzlei schließlich zu den Sprachwissenschaften. Heute lebt sie als freiberufliche Schriftstellerin und Fotodesignerin im Nürnberger Norden. Seit 2005 hat sie mehrere Romane veröffentlicht.

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Autor Mohr, Stefanie
Verlag Edition Gelbes Sofa
ISBN 9783981676839
Lieferzeit 5 Werktage(inkl . Versand)
Lieferbarkeitsdatum 07.09.2018
Einband Kartoniert
Format 2 x 20.3 x 13.4
Seitenzahl 270 S.
Gewicht 312
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